Kurzinformationen Alaska

(nur für alaskanische Cheechako (Grünschnabel) und nicht für Sourdough (hat mindestens einen Winter in Alaska verbracht)

Der Name "Alaska" stammt von dem aleutischen Wort "Alaxsxaq/Alyeska" und bedeutet "Grosses Land", das heute als "Last Frontier" (letzte Grenze) bezeichnet wird. Alaska nimmt flächenmässig 1/5 der Gesamtfläche der USA ein, d.h. ist also 41 mal grösser als die Schweiz und hat nur rund 600'000 Einwohner (Stand: 2001). Davon leben über 40 % in Anchorage oder Umgebung. Die Hauptstadt von Alaska ist Juneau und liegt im Südosten des Landes, der Panhandle (Pfannenstiel) genannt wird.

Die mehr als 200 Aleuten-Inseln trennen auf einer Strecke von 1600 km den nördlichen Teil des Pazifischen Ozeans von der Beringsee. Rund 10'000 Flüsse und über 3 Millionen Seen von mehr als 12 Hektar Fläche sowie 23 aktive Vulkane und 19 Berge von über 4000 m  Höhe [der Mount Mc Kinley (in der indianischen Sprache "Denali" genannt) ist mit 6194 m zugleich der Höchste von ganz USA] prägen dieses Land. Und schliesslich findet man in Alaska mehr als die Hälfte aller Gletscher weltweit. Die riesigen Tannen- und Fichtenwälder des Südostens werden in nördlicher Richtung durch den Busch, dann die baumlose Tundra abgelöst, die sich bis zu den Regionen mit dauerndem Permafrost ausweitet, bevor man bis zum ewigen Eis und Schnee von Nordalaska vorstösst. Barrow, ca. 1950 km vom Nordpol entfernt und am arktischen Ozean gelegen, ist die nördlichste Siedlung in Nordamerika und Heimat der meisten Inupiat-Eskimos.

Am 23. März 1867 verkaufte Russland das 1,5 Millionen Quadratkilometer grosse Alaska zum Preis von 7,2 Millionen Dollar an die USA. Zum Vergleich: die 1300 Kilometer lange Trans-Alaska-Pipeline (Baujahr 1977) von der Prudhoe Bay nach Valdez kostete 7,7 Milliarden Dollar. Erst 1959 wurde Alaska als 49. US-Bundesstaat anerkannt.

Vor 15 - 20'000 Jahren wanderten die ersten mongolischen Jägervölker aus Sibirien über die Bering-Landbrücke ein (an der engsten Stelle trennen Alsaska nur ca. 85 km von Sibirien und ab der Insel "Little Diomede" sind es lediglich 4 km ). Die Ureinwohner sind Eskimos (zwei Hauptgruppen: Yupik und Inupiat), Aleuten und Indianer der Stämme Athapasken (inneres Alaska) Tlingit, Haida und Tsimshan (Südostalaska).

Erste Goldfunde in Juneau wurden 1880 bekannt. Zehntausende von Menschen zogen nach Norden, als 1897  im  kanadischen Yukon-Gebiet  (Dawson) die Digger bis zu faustgrosse Nuggets fanden. 1898/1899 erfasste der Goldrausch dann auch Alaska (Nome und Fairbanks).

1925 brach in Nome die Diphtherie aus. Auf den Hilferuf des Bürgermeisters wurde von 20 verschiedenen Hundeschlitten-Teams das überlebenswichtige Serum in einer Woche von Nenana (der Transport von Anchorage nach Nenana erfolgte mit der Bahn) herbeigebracht. Auf diesen historischen Anlass verweist heute das berühmte Iditarod-Hunde-schlittenrennen, das seit 1973  jedes Jahr Anfang März von Anchorage über mehr als 1800  km nach Nome führt.

Das Vergissmeinnicht ist Alaskas Staatsblume. Die weiteren Staatssymbole sind der Königslachs, der Elch, die Sitka-Tanne, das Schneehuhn, Gold und Jade.

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